Ensemble

Im Jahre 1933 wurde der WOLGA KOSAKEN CHOR im Exil gegründet. Der erste Dirigent, Nikolai Tripolitoff, legte bei der Auswahl der Chormitglieder großen Wert auf eine gesangliche Ausbildung, die es unter anderem ermöglichte, den orgelgleich brausenden Gesang der russisch-orthodoxen Kirche ebenso authentisch zu interpretieren wie die teilweise bereits im Westen bekannten Volksweisen.

Oleg Jewsewsky, langjähriger Solo-Tenor bei den Don Kosaken unter der Leitung des legendären Serge Jaroff und auf den Bühnen Europas gefeierter Operettenstar, kam 1958 zu den WOLGA KOSAKEN und übernahm 1969 die Leitung des mittlerweile weltberühmten Chores. 1970 entschloss man sich, den über 20 Mitglieder starken Chor auf ein Solisten-Ensemble zu reduzieren, dessen Mitglieder nicht nur über große stimmliche Qualität verfügen, sondern auch mindestens ein Instrument – Domra, Balalaika, Gitarre oder Bajan – beherrschen mussten, um ein breiteres Spektrum der Musik des russischen Volksguts dem Publikum zu vermitteln. Seither geben die WOLGA KOSAKEN bis zu 200 Konzerte und Galas jährlich – davon über die Hälfte in Kirchen beider Konfessionen – und haben auf nahezu allen großen Konzertbühnen Westeuropas gastiert.

Tourneen führten die WOLGA KOSAKEN in den letzten Jahrzehnten durch ganz Westeuropa, Skandinavien, Kanada, Australien, Süd Afrika, etc.. Ob in den Opernhäusern von Sydney, Kapstadt oder Toronto, dem Festival-Theater London – sie sind dort ebenso zuhause wie im Dom zu Worms oder im Dom und der Philharmonie Berlin, im Dom zu Amsterdam, der Wiener Votiv-Kirche und den vielen großen und kleineren Konzertsälen und Kirchen Europas.

Oleg Jewsewsky ist seit 1998 nicht mehr mit der Gruppe „auf Tour“. Er hat sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und ist nur noch sporadisch bei Konzerten der WOLGA KOSAKEN dabei. Alexander Petrow, bis dahin Musikalischer Leiter, übernahm die Gesamtleitung des Ensembles. Dem Tournee-Ensemble der WOLGA KOSAKEN gehören im Jahr 2004 fünf Sänger / Instrumentalisten an.